Druckansicht - Montag 6. Februar 2012
Was heißt Berufung?

 

unknownWir sind ins Leben »gerufen«, sagt die Bibel.
„Komm, ich möchte, dass du lebst; ich freue mich auf dich; es soll die Welt nicht ohne dich geben!" An diese schöpferische Liebe Gottes, die uns leben lässt, glauben wir. Noch vor unseren Eltern hat der Schöpfer des Himmels und der Erde uns aus dem Nichts ins Dasein gerufen.


Nach christlicher Überzeugung steht am Anfang von allem und an unser aller Ursprung nicht irgend- etwas, sondern Gott in seiner schöpferischen Liebe. Er hat jede und jeden von uns beim Namen gerufen. Wir sind weder Zufallsprodukte noch Blindgänger. Jeder ist ein Original, keiner eine Kopie. Mit jedem hat Gott Besonderes vor.

Wir besitzen das Leben nicht wie einen Laptop oder wie ein Grundstück. Das Leben ist uns geschenkt. Wir sind in unser Leben hinein aufgewacht.

 

Das zu wissen, kann uns mehr Lebensqualität geben, ob wir jung sind oder älter, erfolgreich oder uns manchmal als Pechvogel fühlen. Das Geheimnis der eigenen Lebensgeschichte zu entdecken und zur Entfaltung zu bringen, das ist unser Auftrag, unsere Berufung - das Abenteuer unseres christlichen Lebens. Es geht weit über das hinaus, was wir selbst planen und ins Werk setzen können.
  

Die Bibel ist wie eine Symphonie unzähliger Berufungs- und Aufbruchsgeschichten. Keiner beruft sich selbst. Immer geht dem Aufbruch der Anruf Gottes zu einem neuen, größeren Leben voraus. Gott zwingt nicht, er ruft - mit der Stimme der Sehnsucht im eigenen Herzen, im Anruf anderer Menschen, im Geheimnis seines unmittel-baren Wirkens: »Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten ...« (Offenbarung 3,20).

 

Berufung ist so die Annahme eines Gesprächs, in dem ich weder das erste noch das letzte Wort habe: Wichtig ist : Ich muss antworten. Wichtig ist, dass man das Gespräch annimmt. Aber: wie macht man das, dass ein Gespräch stattfindet und dass unser Gebet oder die Frage nach der Berufung nicht nur Selbst-Gespräch bleibt ?

Der entscheidende Punkt ist: die Heilige Schrift ernst zu nehmen als ein Wort, das zu mir persönlich gesprochen ist. Ich muss das Wort Gottes als Beginn meines Berufungsgesprächs lesen und hören. Und ich muss dieses Gespräch aufrechterhalten .Es gibt keinen anderen Weg, als das Wort Gottes als Wort an mich ernst zunehmen, es sprechen zu lassen, ihm den Vorrang zu geben, und dann zu antworten.

 

 



Berufung - wie finde ich den Weg für mich?
Be-rufen sein? Von wem? Wofür? Wie spüre ich das?



Der eigenen Berufung auf die Spur zu kommen und ihr nachzugehen, ist ein spannendes und herausforderndes Unternehmen:


Berufung ist ein Weg: im bewussten Hören und im Gespräch zwischen Gott und Mensch.


Berufung ist ein Beziehungsgeschehen
: sie entsteht und wächst in der Beziehung zu Gott.


Berufung ist kein ausgetretener Pfad
: aber es gibt Wegweiser.


Berufung braucht Aufmerksamkeit:
Waches Unterscheiden, wohin ich gezogen werde.

 

unknown

 


WIEN, NÖ und STEIERMARK



Meditativer Gottesdienst im Oratorium des Kollegs
am Freitag,
17. Februar 2012

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Schweige-Meditationsabend

Mo., 20.02.2012 - 19.00 Uhr 

Raum der Stille - Salvatorianerkolleg St. Michael

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