8.12.2011: Die salvatorianischen Gemeinschaften feierten ihren 130. Gründungstag
130 Jahre Salvatorianer, 60 Jahre P. Josef: Diese beiden Anlässe führten zahlreiche Festgäste nach St. Michael. Die SDS-Gemeinschaften erneuerten ihre Gelübde, P. Peter ging in seiner Predigt auf den Gründungstag ein. >> mehr
Das Fest Mariä Empfängnis
hat für die Salvatorianer eine herausragende Bedeutung: An diesem Tag im Jahre 1881 gründete Pater Jordan in Rom, genauer gesagt im Sterbezimmer der Heiligen Brigitta von Schweden, im Rahmen einer Eucharistiefeier mit zwei weiteren Priestern die erste Stufe der "apostolischen Lehrgesellschaft", wie der Gründer sein Werk damals nannte. "Um zu verstehen, was dieses Fest in Rom bedeutet, muss man römisch denken," versucht Pater Peter van Meijl SDS, Pfarrer in St. Michael, in seiner Predigt 130 Jahre später die Faszination dieses Tages herauszustreichen. Er ergänzt: "Wir sind dafür heute viel zu nüchtern, viel zu kopflastig. Aber die gleichzeitige Heiligsprechung von vier Menschen im Petersdom, die Stimmung in Rom anlässlich dieses großen Festes, das hatte eine himmlische Elektrizität: Genau das Richtige für diese Gründung."
Pater Jordan auf Achse
Von mehreren kirchlichen Autoritäten ermutigt und mit päpstlichem Segen ausgestattet, reiste Pater Jordan vom Sommer 1880 bis zum Gründungstag 1881 herum: Er ließ es nicht nehmen, mit Don Bosco in Turin, dem Gründer der Salesianer Don Boscos (SDB) und Arnold Janssen, dem Gründer der Steyler Missionare (SVD) über seine Gründung zu sprechen. Einige Wissenschaftler schließen sich seiner Idee an und versichern ihm, für die "zweite Stufe" zur Verfügung zu stehen. Die ersten Pfarrgruppen entstehen in Italien und Deutschland. Erst mit dieser Sicherheit wagt sich Pater Jordan schließlich im Dezember 1881 an die feierliche Gründung der ersten Stufe.
Traditionellerweise erneuern die Salvatorianer, die Salvatorianerinnen und die Laiensalvatorianer, die als "drei Zweige" die salvatorianische Familie bilden und aus der "apostolischen Lehrgesellschaft" hervorgegangen sind, jährlich ihre Gelübde im Rahmen eines Gottesdienstes am 8. Dezember.
20 Jahre später: Die Gesellschaft ist gewachsen
Ursprünglich hatte Pater Jordan nicht viel vom Gründungstag dokumentiert. In einem Rundbrief an die Mitglieder der Gesellschaft schreibt er zum 8. Dezember 1882: "(...) am Fest der Unbefleckten Empfängnis des Jahres 1881 ist unsere ganz geringe Gesellschaft ins Leben getreten". Das passt zu seiner bescheidenen und zurückhaltenden Art.
Bei der Kapitelansprache am 11. Oktober 1901 kommt Pater Jordan aber wieder auf den Gründungstag zurück: "Welcher Umschwung! Damals drei Priester - jetzt 140. Und wie vieles ist erreicht worden. Die Gesellschaft ist zum großen Teile auf dem Erdkreis verbreitet, der Grundstein ist gelegt für so viele Ordensniederlassungen und Pflanzstätten für die Gesellschaft.
Wer hat das getan, wem haben wir es zu verdanken? Dem barmherzigen Gott, der Hilfe von oben, der Vorsehung."
120 Jahre Salvatorianer in Wien - 60 Jahre P. Josef
mit diesen Worten leitet der Provinzial der österreichischen Salvatorianer, P. Erhard Rauch, vom Gedenken des Vergangenen an die Feste der Zukunft über: 1892 kamen die Salvatorianer nach Wien und im Dezember 2011 feiert der Provinzvikar P. Josef Wonisch seinen 60. Geburtstag.



