Dienstag 23. Oktober 2018
Salvatorianer in Österreich und Rumänien
  • Das ist das ewige Leben:
    Dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast.

Schwerpunkt Mission: Missionsprokurator Lukas Korosec im Interview

 

„Zusammenarbeit mit Laien fördern.“

 

Seit 2010 ist Lukas Korosec Missionsprokurator der Salvatorianer in Österreich und Rumänien.

 

Du bist seit Ende 2010 für die Missionsprokura der Salvatorianer in Wien St. Michael tätig. Wie hast du seither den Aufbau der Prokura, die heute den Namen „Salvatorianer weltweit“ trägt, erlebt?

 

Lukas Korosec: Zu Beginn galt es, den Orden und die vorhandenen Strukturen in Österreich näher kennenzulernen. Bald entwickelten sich die ersten Kooperationen, etwa mit der Missionsprokura der Salvatorianer in München, mit P. Georg Fichtl. Am Anfang musste der Grundstein gelegt werden. Ich war bemüht, eine Präsenz aufzubauen, etwa online oder mittels neuer Drucksorten. Natürlich war es auch wichtig, erste Kontakte zu den verschiedenen Projektpartnern im Ausland aufzubauen.

 

Welche Aufgaben zählen in deinen Arbeitsbereich?

 

Zu meinen Aufgaben zählen das Fundraising, die Öffentlichkeitsarbeit für die Mission, die Bildungsarbeit zum Thema Menschenhandel im Inland, das Freiwilligenprogramm MaZ sowie die Verwaltung.

 

Roman Picha 

 

Wo konnten besondere Erfolge erzielt werden?

 

Mittlerweile haben wir eine gute Datenbank. Wir dürfen uns über steigende Spenden erfreuen, und das seit Beginn meiner Tätigkeit. Die Missionsprokura Wien war beteiligt, zwei Plattformen zum Thema Menschenhandel aufzubauen. Sehr erfolgreich sind auch unsere jährlichen Charity-Kunstauktionen im Herbst in St. Michael. Ich bin wirklich sehr dankbar für die vielen Errungenschaften der Prokura. Auch die verschiedenen Kooperationen im In- sowie im Ausland sind sehr wertvoll…

 

Wie siehst du die Zukunft der salvatorianischen Mission?

 

Die Salvatorianer in Europa werden doch kontinuierlich weniger, im Gegensatz zu den südlichen Partnerländern wie etwa Tansania oder Indien, wo man sich über einen gewissen „Nachwuchs“ erfreuen kann. Obwohl der Orden global wächst, wird die Situation in den westlichen Ländern schwieriger, besonders was das Personal betrifft. Man wird in Zukunft die Zusammenarbeit mit Laien noch mehr in den Blick nehmen müssen, sofern man weiterhin als aktive Ordensgemeinschaft in Europa wahrgenommen werden möchte. Die einzelnen Büros bzw. die Missionsprokuren in Europa werden noch näher zusammenrücken müssen. Ich hoffe, dass in den kommenden Jahren die Weichen für eine gute Zukunft richtig gestellt werden…

 

Gibt es Wünsche für die Zukunft?

 

Die Salvatorianer sind ein missionarischer Orden. Seit Anbeginn ist man um die Ausbreitung der Gesellschaft und des Wortes Jesu bemüht, zu Beginn in Europa, aber auch sehr schnell in fernen Ländern wie Indien. Heute kann man sich daran erfreuen, dass die vielen Partnerländer bzw. Provinzen in südlichen Ländern immer stärkere Wurzeln schlagen und sich in der Regel auch gut entwickeln. Das ist sehr positiv. Mein Wunsch für die Zukunft ist, dass man gleichzeitig die Missionsarbeit in Europa verstärkt in den Blick nimmt. Die Gesellschaft der Salvatorianer braucht beide Standbeine: zum einen die neuen „Missionen“ im Süden, aber auch die Standorte und Büros in Europa.

 

Gibt es besondere Erfahrungen, die du im Rahmen deines Wirkens gemacht hast?

 

Es waren Menschen bzw. Salvatorianer, die mich immer wieder sehr beindruckt haben: Etwa P. Berno Rupp in Temeswar in Rumänien, der die vielen Sozialwerke vor Ort aufgebaut hat. Oder P. Georg Fichtl in München, der sich seit über zehn Jahren darum bemüht, die „Missionen“ mit jungen Menschen in Deutschland und Österreich zu verbinden, der Brücken schlägt zwischen der neuen Generation und dem Orden. Oder Salvatorianer im Süden, etwa Br. Fulmence Waseme Nkane, der mit seinem ganzen Herzen versucht, die gesundheitliche Situation von armen Menschen im Süden Tansanias zu verbessern. Aber auch P. Josef Wonisch muss hier genannt werden, der die Provinz in Österreich mit viel Offenheit und Sensibilität führt. Es sind Visionäre. Die Salvatorianer brauchen Menschen wie sie, die den Blick nach außen richten und offen auf andere Menschen zugehen.

 

Die Salvatorianer feiern 2018 den 100. Todestag ihres Gründers P. Jordan. Wie wichtig ist P. Jordan für deinen Zugang zur Mission der Salvatorianer?

 

Für mich war er ein Visionär, der mit geringen finanziellen Mitteln, aber mit viel Gottesvertrauen und Mut so ein großes Werk aufgebaut hat. Er hat in Zeiten des Kulturkampfes die schwierige geistliche Situation in seiner Heimat und in Europa wahrgenommen und auf die damalige Not reagiert. P. Jordan war auch immer das Laienapostolat ein großes Anliegen. Möglichst ALLE sollten mitwirken… Ich denke, wenn man sich die Vision(en) von P. Jordan näher ansieht, findet man viele wertvolle Ansätze, die auch für die Salvatorianer in Zukunft von großer Bedeutung sein werden. Die Vision des Gründers ist in meinen Augen gleichzeitig der Schlüssel in und für eine gute Zukunft der Salvatorianer.

 

 

„Also leuchten Sie in jenen Finsternissen als Apostel des göttlichen Heilandes, als wirklich vom Hl. Geiste erleuchtete Männer!


 

 

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