
Papst Leo XIV.: Frieden wurzelt in der Würde jedes Menschen
Der Papst betont den engen Zusammenhang zwischen globalen Krisen und moderner Ausbeutung. Politische Instabilität, bewaffnete Konflikte und wachsende soziale Ungleichheit schaffen Bedingungen, unter denen Menschenhandel gedeihen kann. Besonders gefährdet sind Frauen und Kinder sowie Menschen in prekären Lebenssituationen, die leicht Opfer falscher Versprechen werden.
Besondere Sorge bereitet Papst Leo XIV. die sogenannte „Cyber-Sklaverei“. Dabei werden Menschen in kriminelle Aktivitäten wie Online-Betrug oder Drogenschmuggel gezwungen und so zu Tätern gemacht. Diese Form der Gewalt vertiefe die seelischen Wunden der Opfer und sei Ausdruck einer Kultur, die verlernt habe, den Menschen in der Liebe Christi zu sehen.
Menschenhandel könne nicht allein durch Sicherheitsmaßnahmen bekämpft werden, so der Papst. Notwendig sei ein grundlegender kultureller Wandel, der verborgene Formen der Ausbeutung sichtbar macht – auch im digitalen Raum. Grundlage dafür sei eine erneuerte Sicht auf den Menschen als geliebtes Kind Gottes. Papst Leo XIV. ruft daher eindringlich zum Gebet auf.
Zugleich dankt er allen, die den Betroffenen als „Hände Christi“ beistehen, ebenso wie den Überlebenden, die sich für andere einsetzen. Der Welttag des Gebets und der Reflexion gegen den Menschenhandel wurde 2015 von Papst Franziskus eingeführt und wird am Gedenktag der heiligen Josephine Bakhita begangen. Das Motto für 2026 lautet: „Frieden beginnt mit Würde – ein weltweiter Aufruf zur Beendigung des Menschenhandels“.
Quelle: vatican news



