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P. Hans Eidenberger und Sr. Maria Schlackl am 8. Februar 2026

„Menschen werden zur Ware gemacht“

10.02.2026

Klare Statements am 8. Februar, dem internationalen Reflexions- und Gebetstag gegen Menschenhandel, in Kremsmünster.

Der 8. Februar, der internationale Gebets- und Aktionstag gegen Menschenhandel, hat in Kremsmünster viele Menschen bewegt. In vier gut besuchten Gottesdiensten stellte die SOLWODI-Initiative Linz „Aktiv gegen Menschenhandel – aktiv für Menschenwürde“ gemeinsam mit der Stiftspfarre Kremsmünster ein Thema in den Mittelpunkt, das oft verdrängt wird – obwohl es mitten in unserer Gesellschaft stattfindet.

 

„Wir sprechen von Menschen – und von Markt“

Die Salvatorianerin Sr. Maria Schlackl SDS, Leiterin der Initiative „Aktiv gegen Menschenhandel – aktiv für Menschenwürde“, fand deutliche Worte zur Realität von Frauen- und Mädchenhandel: „Wir sprechen hier von Menschen – und gleichzeitig von Nachfrage, Markt, Ausbeutung und hohen Gewinnsummen. Das ist ein Skandal.“

 

Der Gedenktag, der 2015 von Papst Franziskus ins Leben gerufen wurde, verstehe sich nicht als reines Erinnern, sondern als klarer Auftrag zum Handeln, so Schlackl. Die biblischen Texte – „Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt“ – seien Aufforderung, Missbrauch nicht im Dunkeln zu lassen.

 

Betroffenheit bei den Gottesdiensten

Die Reaktionen der Gottesdienstbesucher:innen zeigten, wie sehr das Thema unter die Haut ging. Eine Messbesucherin äußerte ihre Betroffenheit unmittelbar nach dem Gottesdienst: „Was ist in unserer männerdominierten Gesellschaft los, dass Frauen immer noch Menschen zweiter Klasse sind?“

 

Viele stellten die Frage nach konkreten Handlungsmöglichkeiten – und nach den politischen Rahmenbedingungen in Österreich.

 

Verantwortung klar benennen

Sr. Maria Schlackl betonte, dass Menschenhandel nur existiere, weil es Nachfrage gebe – ein Umstand, der gesellschaftlich oft ausgeblendet werde: „Männer müssen zur Verantwortung gezogen werden, die mit Selbstverständlichkeit Frauen in Zwangsprostitution aufsuchen. Für die betroffenen Frauen bedeutet das keine Lust, sondern Schmerz, Angst und Ekel.“

 

Veränderung brauche politischen Willen, beginne aber auch im Alltag, so Schlackl weiter: „Jede und jeder kann etwas tun – etwa indem frauenverachtende Sprache und sogenannte Witze nicht hingenommen werden. Das muss im Keim erstickt werden.“

 

Dranbleiben als Auftrag

Gemeinsam mit P. Hans Eidenberger bleibt Sr. Maria Schlackl unermüdlich daran, das Thema öffentlich zu machen und menschenverachtende, kriminelle Taten sichtbar zu machen. „Der Einsatz gegen Menschenhandel ist ein Marathon, der viel Ausdauer braucht. Aber Wegsehen ist keine Option“, Sr. Maria Schlackl SDS.

 

Der 8. Februar 2026 war in Kremsmünster mehr als ein Gedenktag. Er war ein deutliches Zeichen dafür, dass Sensibilisierung und Bewusstmachung notwendig sind – und Veränderung möglich machen.

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Feb
18:00
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Michaelerkirche, 1010 Wien

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