
Ostern in der Michaelerkirche
Ostern ist das Hauptfest der Christenheit, weil die Auferstehung Jesu Christi das Zentrum des Evangeliums bildet. (Auch wenn die Salvatorianer einen besonderen Bezug zu Weihnachten haben.) Paulus formuliert die Tragweite radikal: „Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer, leer auch euer Glaube“1. Die Auferstehung ist das Fundament christlicher Hoffnung. Sie bezeugt, dass Gott stärker ist als Leid, Schuld und Tod.
Außergewöhnliche Konzerte in der Michaelerkirche
In der Michaelerkirche wird dieses zentrale Geheimnis des Glaubens in besonderer Weise gefeiert. Neben den feierlichen Liturgien prägen außergewöhnliche Konzerte die Osterzeit. Hochkarätige Kirchenmusik, anspruchsvolle Chorwerke und festliche Orgelprogramme unter der Leitung von Manuel Schuen, Organist und Leiter der Kirchenmusik in St. Michsel, lassen die österliche Freude hörbar werden und eröffnen einen Raum, in dem Glaube und Kunst einander begegnen.
Das Programm
Gründonnerstag, 2. April 2026, 18.00 Uhr
Zur Liturgie Werke für den Gründonnerstag
von Melchior Franck, Anton Bruckner und Maurice Duruflé
Sopran und Orgel: Zuzanna Mika
Alt: Johanna Zachhuber | Tenor: Juan Sebastián Acosta
Bass und Leitung: Manuel Schuen
Karfreitag, 3. April 2026, 18:00 Uhr
Zur Liturgie Christoph Demantius: Johannes-Passion
Karfreitagsmotetten von Gesualdo u. a.
Bass und Leitung: Manuel Schuen
Samstag, 4. April 2026, (Osternacht), 20.00 Uhr
Zur Liturgie lateinisches Exsultet, feierliche Orgelmusik
Werke für Sopran, Alt und Orgel
Musikalische Gestaltung: Zuzanna Mika, Sophie Magnanini, Manuel Schuen
Ostersonntag, 5. April 2026, 10:00 Uhr
Zur Liturgie Joseph Haydn: Theresienmesse
Soli, Chor und Orchester St. Michael
An der Sieber-Orgel: Zuzanna Mika
Leitung: Manuel Schuen
Ostermontag, 6. April 2026, 18.00 Uhr
Hl. Messe
Das Zweite Vatikanische Konzil bezeichnet das österliche Geheimnis als Quelle und Höhepunkt des kirchlichen Lebens. In der Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium heißt es, Christus habe „durch sein Sterben unseren Tod vernichtet und durch seine Auferstehung das Leben neu geschaffen“ (SC 5). In der Feier der Osternacht wird diese Wirklichkeit besonders sichtbar: Das Licht der Osterkerze durchbricht die Dunkelheit, das Exsultet verkündet den Sieg des Lebens, und die Kirche ruft voll Freude „Halleluja“, das in der Fastenzeit verstummt war.
Die Bedeutung der Kirchenmusik in der Osterzeit
Kirchenmusik ist in der Liturgie nicht bloße Ausschmückung, sondern gehört ihrem Wesen nach dazu. Sacrosanctum Concilium nennt den gottesdienstlichen Gesang „einen notwendigen und integrierenden Bestandteil der feierlichen Liturgie“. (vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution Sacrosanctum Concilium, Nr. 112).
Gerade in der Osterzeit erhält das eine besondere Intensität. Das wiederkehrende Halleluja, festliche Orgelmusik und Chorgesang geben dem österlichen Jubel Klang und tragen die Auferstehungsbotschaft in Kopf und Herz. In dieser Verbindung von Wort und Musik kann sich erschließen, was Ostern verheißt: Hoffnung, neues Leben und Zukunft über den Tod hinaus.
In der österlichen Zeit wird deutlich, wie sehr Gesang und Liturgie zusammengehören. Wo die Gemeinde singt, wird die österliche Hoffnung lebendig. Die Musik hilft, das Geheimnis von Tod und Auferstehung nicht nur zu verstehen, sondern innerlich mitzuvollziehen.
Ostern als Quelle der Hoffnung
Für die Ordensgemeinschaft der Salvatorianer, die sich dem Heil und der Verkündigung des Evangeliums verpflichtet weiß, ist Ostern daher mehr als ein liturgisches Ereignis. Es ist Auftrag und Zusage zugleich. Die Auferstehung Christi ist Quelle der Sendung und Grund aller Hoffnung. In Wort, Tat und Gesang bezeugt die Kirche: Gott hat das letzte Wort, und dieses Wort heißt Leben.
11 Kor 15,14. (Vgl. Die Bibel, Einheitsübersetzung 2016, 1 Kor 15,14).



