Aufbruchsfest P. Josef Wonisch am 23. Mai 2026
Martin Maria Eder / Aufbruchsfest P. Josef Wonisch am 23. Mai 2026

Eine große Gemeinschaft nimmt Abschied

Am Samstag vor dem Pfingstsonntag feierte P. Josef Wonisch SDS in Margarethen am Moos sein Aufbruchsfest nach Gurtweil in Deutschland, dem Geburtsort des seligen Franziskus Jordan. Zahlreiche Angehörige, Freunde, Mitbrüder, Salvatorianerinnen, Laiensalvatorianerinnen sowie Weggefährten aus verschiedenen Teilen Österreichs waren gekommen, um ihn auf diesem neuen Lebensabschnitt zu begleiten und ihm Gottes Segen mit auf den Weg zu geben.

Den Mittelpunkt bildete ein berührender Wortgottesdienst in der Pfarrkirche Margarethen am Moos. Dabei erhielt P. Josef den offiziellen Sendungsauftrag der Gemeinschaft.

 

Abschied und Neubeginn gehören zusammen

In seiner Ansprache sprach P. Josef über Abschied und Aufbruch als wesentliche Erfahrungen des Lebens. „Leben heißt bereit sein, Abschied zu nehmen“, sagte er und verwies zugleich auf die Hoffnung und das Vertrauen, die jeden Neubeginn tragen.

 

Das Leitmotiv des Festes war das Lied „Aufbrechen, Neues wagen“, das auf die biblischen Erfahrungen Abrahams und des Volkes Israel Bezug nimmt. Für P. Josef ist der Schritt nach Gurtweil ein solcher Aufbruch im Vertrauen auf Gottes Führung.

 

„Mit fast 75 Jahren möchte ich, wie Abraham, einen neuen Aufbruch wagen."

 

Gurtweil als Ort der Wurzeln und der Zukunft

Warum führt ihn sein Weg nach Gurtweil? Die Antwort ist eng mit der Geschichte und Zukunft der salvatorianischen Gemeinschaft verbunden. Im Geburtsort des seligen Franziskus Jordan wurde neben dem Geburtshaus des Ordensgründers eine neue Niederlassung errichtet. Dort soll eine internationale Gemeinschaft entstehen, die die Spiritualität, das Leben und das Charisma Jordans für kommende Generationen lebendig hält.

 

P. Josef wird sich künftig insbesondere der Vertiefung und Vermittlung des salvatorianischen Erbes widmen. Gleichzeitig engagieren sich die Salvatorianer vor Ort gemeinsam mit der Pfarrgemeinde und den Menschen im Dorf für ein lebendiges Gemeinschaftszentrum und eine zukunftsorientierte pastorale Präsenz.

 

Vom Geist gesendet

In seiner Predigt stellte P. Josef den Zusammenhang zwischen Pfingsten und Sendung in den Mittelpunkt. Der Heilige Geist schenke Mut, neue Wege zu gehen, Grenzen zu überwinden und Gemeinschaft zu stiften. Gerade dieser Geist habe auch den seligen Franziskus Jordan bewegt und die salvatorianische Familie geprägt.

Pfingsten war für den Gründer das erste große Fest der jungen Gemeinschaft. Bis heute ist die Offenheit für den Geist Gottes und die Bereitschaft, sich senden zu lassen, ein wesentliches Kennzeichen salvatorianischer Spiritualität.

 

Ein Aufbruch für die ganze Gemeinschaft

Nach dem Gottesdienst klang das Fest bei einem gemeinsamen Mittagessen im Garten des Salvatorianerkollegs aus. Viele persönliche Begegnungen, Erinnerungen und Segenswünsche machten deutlich: Der Aufbruch nach Gurtweil ist nicht nur ein persönlicher Neubeginn für P. Josef Wonisch, sondern auch ein Zeichen lebendiger salvatorianischer Sendung.

 

Mit seinen Worten brachte P. Josef die Bedeutung dieses Schrittes auf den Punkt:

 

„Weil wir selbst und unsere Kirche immer wieder Aufbrüche und Neubeginn brauchen. Und das nicht allein, sondern gemeinsam. Denn wer glaubt, ist nicht allein.“

 


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Der Folder über Gurtweil als PDF zum Download