Mit großer Freude haben die Salvatorianer und die Pfarrgemeinde in Temeswar am 5. Juli 2026 die Primiz des Salvatorianers P. Adrian Hafner SDS gefeiert
Salvatorianer/Manu Nitsch / Mit großer Freude haben die Salvatorianer und die Pfarrgemeinde in Temeswar am 5. Juli 2026 die Primiz des Salvatorianers P. Adrian Hafner SDS gefeiert

Zurück an den Ursprung

Für einen Neupriester gehört die Primiz zu den prägendsten Momenten seines Lebens. Sie führt ihn dorthin zurück, wo seine Berufung ihren Anfang nahm. Für P. Adrian Hafner war das die Kirche zum Heiligsten Herzen Jesu in der Temeswarer Elisabethstadt. Dort feierte er am Sonntag, 5. Juli, seine erste heilige Messe, nur einen Tag nachdem ihn Diözesanbischof József-Csaba Pál in der Sankt-Georgs-Kathedrale von Temeswar zum Priester geweiht hatte.

 

Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt. Gläubige aus der Heimatpfarre, Familie, Freunde, zahlreiche Priester und Salvatorianer aus mehreren Ländern begleiteten den Neupriester an diesem besonderen Tag.

 

Diözesanbischof Josef Csaba Pál und viele Gäste aus dem In- und Ausland waren nach Temeswar gekommen

Diözesanbischof József-Csaba Pál und viele Gäste aus dem In- und Ausland waren nach Temeswar gekommen um mit P. Adrian Hafner zu feiern.

 

Internationale Verbundenheit der salvatorianischen Familie

Die Primiz machte zugleich die internationale Gemeinschaft der Salvatorianer sichtbar. Unter den Mitfeiernden waren unter anderem Provinzial em. P. Josef Wonisch SDS, P. Erhard Rauch SDS, P. Joseph Ho SDS, der deutsche Provinzial P. Friedrich Emde SDS sowie P. Hubert Kranz SDS aus dem Generalat in Rom. Gerade P. Hubert Kranz hatte P. Adrian während seines Noviziats auf den Philippinen eng begleitet und damit einen wichtigen Abschnitt seines Berufungsweges mitgestaltet.

 

Die musikalische Gestaltung der Liturgie übernahm Organist Krisztián Kelemen. Als Manuduktor stand Kaplan Branko Duma dem Neupriester zur Seite.

 

Ein langer Weg mit vielen Stationen

P. Adrian Hafner stammt aus der Elisabethstädter Pfarrgemeinde. Bevor er in den Orden eintrat, studierte er Rechtswissenschaften in Temeswar und arbeitete mehrere Jahre in der Privatwirtschaft. Gleichzeitig engagierte er sich intensiv in der Pfarrjugend „Juventus Salvator“ und in der diözesanen Jugendbewegung „Jubilate“.

 

Sein Weg als Salvatorianer führte ihn zunächst auf die Philippinen, wo er das Noviziat absolvierte. Anschließend setzte er seine Ausbildung in Rom fort und wird dort in Kürze sein Studium abschließen.

 

Berufung wächst in Gemeinschaft

In seiner Predigt erinnerte Provinzial P. Márton Gál SDS daran, dass Adrians Berufung genau hier ihren Anfang genommen habe. Er spannte den Bogen von der Taufe in der Elisabethstädter Kirche über das Noviziat auf den Philippinen bis zu den Studienjahren in Rom.

 

Seine Botschaft war zugleich eine Erinnerung an das Wesen des Ordenslebens: Niemand gehe seinen Weg allein. Berufung wachse in Gemeinschaft. Die internationale Familie der Salvatorianer trage ihre Mitbrüder und begleite sie weit über Ländergrenzen hinweg. Ebenso würdigte P. Márton Gál das beharrliche Gebet vieler Gläubiger um geistliche Berufungen. Auch die Priesterweihe von P. Adrian sei eine Frucht dieses gemeinsamen Betens.

 

Dank an alle Wegbegleiter

Zum Abschluss der Feier blickte P. Adrian Hafner auf seinen persönlichen Berufungsweg zurück. Er dankte Gott für das Geschenk seiner Berufung, seiner Familie für ihre uneingeschränkte Unterstützung und allen Menschen, die ihn in den vergangenen Jahren begleitet haben.

 

Mit besonderer Herzlichkeit wandte er sich an Provinzial em. P. Josef Wonisch SDS. Ihm dankte er ausdrücklich dafür, dass er ihn damals in die Gesellschaft des Göttlichen Heilandes aufgenommen und damit den Grundstein für seinen Weg als Salvatorianer gelegt habe.

 

Sein Dank galt ebenso Diözesanbischof Josef Csaba Pál für die Priesterweihe, den salvatorianischen Gemeinschaften in Wien und Rom, P. Hubert Kranz SDS für die Begleitung während des Noviziats sowie seinen Freunden, die das anschließende Beisammensein vorbereitet hatten. Nicht zuletzt würdigte er Organist Krisztián Kelemen, der für die musikalische Gestaltung der Primiz sogar auf seine eigene akademische Abschlussfeier in Ungarn verzichtet hatte.

 

Mit dem feierlichen Primizsegen für seine Mutter, seine Angehörigen, die Mitbrüder, den Bischof und die zahlreichen Gläubigen fand ein Fest seinen Abschluss, das weit mehr war als die erste Messe eines Neupriesters. Es war ein sichtbares Zeichen dafür, wie Berufung entstehen, wachsen und in einer weltweiten salvatorianischen Gemeinschaft getragen werden kann.


In Kürze folgen weitere Fotos.