P. Hubert Kranz aus dem Generalat in Rom schreibt über  das neue Kloster in Gurtweil
© SDS, Hintergrund KI-generiert / P. Hubert Kranz aus dem Generalat in Rom schreibt über das neue Kloster in Gurtweil

Ein außergewöhnliches Ereignis

[...] Ich möchte dabei besonders ein Ereignis hervorheben: Das ist die Einweihung unseres neuen Klosters in Gurtweil, welche am 14. Juni stattgefunden hat. P. Krzysztof Kowalczyk, Generalsuperior, und ich selber konnten bei diesem besonderen Ereignis dabei sein. Jeder weiß, unsere Realität sieht normalerweise anders aus. Das Ordensleben in Europa geht zurück und wir müssen Niederlassungen schließen. Da darf man schon von einem sehr außergewöhnlichen Ereignis sprechen, wenn man mal eine neue Niederlassung eröffnen kann und dann auch noch am Geburtsort des Gründers. Es ist nicht nur ein glücklicher Umstand, sondern auch unsere Aufgabe und Pflicht, das Erbe unseres Gründers zu bewahren, besonders auch im Blick auf die jüngere Generation von anderen Kontinenten, die nun leichter den Ort besuchen können, an dem alles begann.

 

Teil der Dorfgemeinschaft

Die Einweihungsfeier war wundervoll und sehr beeindruckend, besonders durch die Anteilnahme und Mitfeier der Dorfgemeinschaft. Die Leute von Gurtweil freuen sich mit und unterstützen dieses Projekt großherzig. Man kann jetzt schon mit Freude und auch ein bisschen Stolz feststellen, dass unser Kloster kein Fremdkörper im Ort ist, sondern integrierter Bestandteil der Dorfgemeinschaft. Dazu kann man unseren Mitbrüdern vor Ort nur gratulieren und wünschen, dass die guten Kontakte zur Bevölkerung sich weiterentwickeln und Bestand haben.

 

Ein starkes Hoffnungszeichen

Es ist außerdem ein starkes Hoffnungszeichen, dass sich vier deutschsprachige Mitbrüder gefunden haben, die jetzt diese neue Gemeinschaft in Gurtweil bilden. Im Namen unserer Ordensgemeinschaft möchte ich für diese Bereitschaft danken und den Mitbrüdern wünschen, dass ihnen ein glückliches und vorbildhaftes Ordensleben gelingt.

 

Die Zukunft im Blick

In diesem Zusammenhang tun sich natürlich auch Fragen für die Zukunft auf. Wie wird diese Gründung in Zukunft personell besetzt werden? Im Zuge dieser Gründung haben wir keine einzige neue Berufung dazugewonnen, und die Mitbrüder, die jetzt dort sind, sind auch nicht mehr so ganz jung. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, dass wir in den kommenden Jahren Mitbrüder aus anderen Teilen der Welt finden müssen, die bereit sind, die Gurtweiler Gemeinschaft personell zu verstärken. Vielleicht gibt es ja Mitbrüder, die sich von dieser Idee angesprochen fühlen und gerne am Geburtsort unseres Seligen Gründers leben und arbeiten möchten. Vielleicht gibt es ja auch Provinziale und Vikariatssuperioren, die gerne Mitbrüder in ihren Einheiten ermutigen möchten, sich auf einen Einsatz in Deutschland vorzubereiten.

 

Jedenfalls haben wir mit der Eröffnung einer neuen Gemeinschaft in Gurtweil ein sehr starkes Hoffnungszeichen gesetzt, mit dem hoffentlich auch die Verehrung von Pater Jordan gefördert wird und damit seine Heiligsprechung wahrscheinlicher wird.

 

Zeichen, die Mut machen

Ein weiteres starkes Hoffnungszeichen in der letzten Zeit war für mich die Priesterweihe und Primiz von P. Adrian Hafner am 4. und 5. Juli in Temesvar, Rumänien. Solche Ereignisse sind in Europa selten geworden, aber es gibt sie noch, und ich möchte mir selber erlauben, davon ermutigt zu werden.

 

In unserer weltweiten SDS gibt es viele Hoffnungszeichen, die in eine gute Zukunft weisen. Ich wünsche uns allen, dass wir dadurch inspiriert und getragen werden und weiterhin in einem guten salvatorianischen Geist weiterarbeiten.

 

Mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen
P. Hubert Kranz SDS