Worum ging es? Im Kern um die Lage des Ordens in Westeuropa. Anpassungen in den Konstitutionen standen ebenso auf dem Programm wie Finanzen, Mission und Ausbildung. Immer wieder kehrte das Gespräch zu den Fragen zurück, die diese Region besonders beschäftigen: Personalaustausch, internationale Zusammenarbeit und die Bewahrung des geistlichen Erbes.
Dazu kamen Berichte aus dem Generalat und seinen Abteilungen sowie ein weiter Bogen an Themen, jeweils mit kurzer Einführung. Berufswerbung, Salvatorianische Familie, Gerechtigkeit und Frieden, Sendung und Identität, das 150-Jahr-Jubiläum 2031 und die Heiligsprechung des Gründers. Einige dieser Themen werden von eigenen Kommissionen begleitet, teils gemeinsam mit den Schwestern und den Laiensalvatorianern.
Den Ton setzte Generaloberer P. Krzysztof Kowalczyk in seiner Eröffnungsrede. Unter dem Leitgedanken „Hoffnung kennt keine Grenzen“ rief er die Mitbrüder dazu auf, Herausforderungen wie sinkende Berufungszahlen, wachsenden rechtlichen und administrativen Druck und anstehende Umstrukturierungen nicht als Verlust zu sehen, sondern als Einladung zur Erneuerung. Umstrukturierung solle der Mission dienen, nicht der Bequemlichkeit.
Fünf praktische Wege stellte er ins Zentrum. Erstens, den Heiland und die gemeinsame Identität vor jede Strategie zu stellen. Zweitens, in die Ausbildung und in die Menschen zu investieren, etwa durch interkontinentale Zusammenarbeit und gemeinsame Ausbildungsstätten. Drittens, Mission durch Kooperation zu vervielfachen, mit konkreten Projekten zu Jugend und digitaler Jüngerschaft, zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung und zum Mitgliederaustausch. Viertens, Verwaltung und Verantwortlichkeit zu stärken, vor allem beim Kinder- und Jugendschutz und bei der Finanztransparenz. Und fünftens, Strukturen mutig neu zu ordnen, bis hin zu Fusionen oder zur „Adoption“ kleinerer durch größere Einheiten.
Am Ende stand ein Vertrauen, das die ganze Woche getragen hat. Der Heilige Geist wartet nicht auf perfekte Bedingungen, sondern wirkt durch die heutige Treue der Gemeinschaft. So schloss P. General Krzysztof Kowalczyk seine Rede mit einer Anrufung des Heiligen Geistes.