Die Lebensmittelbank in Temeswar (Banca Regională pentru alimente Timișoara) wurde 2020 während der Corona-Pandemie gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern zählt der Salvatorianer P. István Barazsuly aus dem Kloster in der Elisabethstadt in Temeswar, das zur österreichischen Provinz gehört. P. István, der dort auch als Pfarrer wirkt, beteiligt sich bis heute maßgeblich an der Arbeit der Organisation und ist Mitglied ihres Vorstands.
Was als Initiative engagierter Freiwilliger aus dem Sozialbereich begann, entwickelte sich zu einem Netzwerk, das mittlerweile in mehreren Regionen im Westen Rumäniens tätig ist. Die Lebensmittelbank sammelt überschüssige, aber noch einwandfreie Lebensmittel bei Produzenten, Händlern, Supermärkten und anderen Betrieben ein. Nach Kontrolle und Sortierung werden sie kostenlos an soziale Organisationen weitergegeben.
Seit ihrer Gründung hat die Lebensmittelbank laut „Orden on air“ rund 3.500 Tonnen Lebensmittel vor der Entsorgung bewahrt und weitergegeben. Damit verfolgt die Organisation zwei Ziele zugleich: Sie will Lebensmittelverschwendung reduzieren und Menschen unterstützen, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen sind.
Die Lebensmittelbank ist dabei keine klassische Ausgabestelle. Sie arbeitet mit gemeinnützigen Organisationen und sozialen Einrichtungen zusammen. Diese verteilen die geretteten Lebensmittel unter anderem an bedürftige Familien, Kinder, ältere Menschen und Obdachlose.
Im Gespräch mit „Orden on air“ schildern P. István Barazsuly und Geschäftsführerin Hana Csaszar nicht nur die praktische Arbeit der Lebensmittelbank. Sie machen auch deutlich, welche gesellschaftliche Dimension hinter dem Projekt steht. Während auf der einen Seite noch genießbare Lebensmittel weggeworfen werden, sind auf der anderen Seite zahlreiche Menschen auf Unterstützung angewiesen.
Die aktuelle Folge von „Orden on air“, dem Podcast der Österreichischen Ordenskonferenz, gibt damit Einblick in ein Projekt, bei dem Ordensengagement, soziale Verantwortung und der Einsatz gegen Lebensmittelverschwendung unmittelbar zusammenkommen.
Zum Nachhören und Nachlesen:
Orden on Air Nr. 82 "Wir sind zu arm, um billig einzukaufen“: Die Lebensmittelbank in Temeswar.