Einweihungsfeier in Gurtweil
ASG / Einweihungsfeier in Gurtweil

Zahlreiche Gläubige, Gäste aus dem In und Ausland sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Orden und Kommunalpolitik kamen zusammen, um die Einweihung des neuen Hauses mitzufeiern. Gottesdienste, Prozessionen, Begegnungen und gemeinsame Feiern machten die Eröffnung zu einem besonderen Ereignis für die Salvatorianer, die Pfarrgemeinde und die gesamte Region.

 

Feierlicher Auftakt in der Pfarrkirche

Den Auftakt bildete ein festlicher Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Simon und Judas Thaddäus. Hauptzelebrant war der Generalobere der Salvatorianer, P. Krzysztof Kowalczyk, der eigens aus Rom angereist war. Gemeinsam mit Generalkonsultor P. Hubert Kranz und zwölf Mitbrüdern feierte er die Eucharistie mit der Gemeinde.

 

Die Prozession zur Eröffnung des neuen Klosters in Gurtweil

P. General Krzysztof Kowalczyk und Generalkonsultor P. Hubert Kranz feierten gemeinsam mit zwölf Mitbrüdern die Eucharistie. (c) ASG

 

Dankbarkeit und Vertrauen auf Gottes Führung

In seiner Predigt stellte P. Hubert Kranz die Dankbarkeit in den Mittelpunkt. Der Einweihungsgottesdienst sei vor allem ein Dankgottesdienst, sagte er, denn es gelte vielen Menschen zu danken, vor allem aber Gott. Zugleich erinnerte er an das geistliche Erbe des seligen Franziskus Jordan. Dessen Vertrauen auf Gottes Führung und sein missionarischer Geist seien bis heute richtungsweisend für die salvatorianische Gemeinschaft. Am Ende seiner Predigt erbat P. Hubert Gottes reichen Segen für die neue Gemeinschaft und für alle Menschen, die mit dem neuen Kloster verbunden sind.

 

P. General Krzysztof Kowalczyk und Generalkonsultor P. Hubert Kranz feierten die Eröffnung des Klosters mit der Gemeinde in Gurtweil

P. General Krzysztof Kowalczyk und Generalkonsultor P. Hubert Kranz dankten der Gurtweiler Gemeinde für die Unterstützung. (c) ASG

 

Auch P. General Krzysztof Kowalczyk wandte sich mit Dankesworten an die Mitfeiernden und Mitwirkenden. „Ich möchte alle Gurtweiler beglückwünschen, die vom Seligen Franziskus Jordan inspiriert sind“. Er erinnerte daran, dass der Ordensgründer zeige, „wie von einem einfachen Mann aus einem kleinen Dorf viele große Dinge geschehen können“.

 

P. Josef Wonisch, ehemaliger Provinzial, wirkt jetzt im neuen Kloster von Gurtweil.

P. Josef Wonisch, ehemaliger Provinzial, hat im neuen Kloster von Gurtweil neue Aufgaben übernommen. (c) ASG

 

Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgten der Kirchenchor Gurtweil, Mitglieder des Männerchors sowie Sängerinnen der Singgruppe Aufbruch.

 

Zahlreiche Gäste waren gekommen, um mit den Salvatorianern zu feiern

Zahlreiche Gäste waren zu den Feierlichkeiten erschienen, um gemeinsam mit den Salvatorianern die Eröffnung zu feiern. (c) ASG

 

Freude über die neue Niederlassung

Zur offiziellen Eröffnung des neuen Salvatorianerklosters wurden zahlreiche Grußworte gesprochen. Ortsvorsteher Claudio Helling würdigte P. Jordan als eine Persönlichkeit, die für Gurtweil von besonderer Bedeutung sei. Zugleich griff er ein Wort von P. Piet Cuijpers auf: „Klösterlich abgeschieden soll und wird das Leben hier nicht sein.“

 

Für das Erzbistum Freiburg sprach Domkapitular Peter Kohl, Bischofsvikar für Orden. Namens der Diözese „bringe ich unsere große Freude bei ihrer Entscheidung, hier ein Kloster zu gründen, zum Ausdruck.“ Die Feier nannte er ein besonderes und fast märchenhaftes Ereignis.

 

Segnung des neuen Klosters

Nach dem Gottesdienst zog die Festgemeinschaft in einer Prozession zum neuen Kloster im Gewann Höllstein. Dort wurde das Gebäude feierlich gesegnet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sangen Danklieder, beteten Psalmen und hörten Texte aus dem Geistlichen Tagebuch des seligen Franziskus Jordan.

 

Anschließend ging P. General Krzysztof Kowalczyk segnend durch das Kloster, das seit wenigen Tagen von vier Salvatorianern bewohnt wird: P. Piet, P. Bernhard, P. Maximilian und P. Josef. Mit dem Te Deum und dem gemeinsam gesungenen Lied „Großer Gott, wir loben dich“ fand die eindrucksvolle Einweihungszeremonie ihren Abschluss.

 

Begegnung und Gemeinschaft

Beim anschließenden Mittagessen in der Gemeindehalle standen Begegnung, Austausch und Dank im Mittelpunkt. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, mit den Ordensmitgliedern ins Gespräch zu kommen und ihre Freude über die neue Niederlassung auszudrücken. In den Ansprachen wurden Dankbarkeit und Ermutigung spürbar, sowohl vonseiten der Gemeinde als auch vonseiten der Kirche und des Ordens. Für die musikalische Unterhaltung sorgte das Schlüchttal Akkordeon Orchester.

 

15. Juni: Pater-Jordan-Rallye für Kinder

Die Feierlichkeiten erstreckten sich über drei Tage. Ein besonderes Angebot für Kinder war die Pater Jordan Rallye an der Grund und Werkrealschule Gurtweil. Am Tag nach der Einweihung besuchten alle vier Mitbrüder der neuen Gemeinschaft die Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse. In einer ersten Unterrichtsstunde stellten sie sich und den Orden vor.

 

Anschließend machten sich die Kinder in fünf Gruppen auf den Weg durch das Dorf. An verschiedenen Orten, die für die Geschichte des seligen Franziskus Jordan von Bedeutung sind, hielten sie an Stationen inne. Dort erfuhren sie geschichtliche Hintergründe und konnten sich durch kleine Aktivitäten mit dem Leben und Wirken des Ordensgründers auseinandersetzen.

 

16. Juni: Geburtstag des seligen Franziskus Jordan

Ein weiterer Höhepunkt war der 16. Juni, der 178. Geburtstag des seligen Franziskus Jordan. Aus diesem Anlass wurde in der erneut gut gefüllten Pfarrkirche eine feierliche Abendmesse gefeiert. Der Kirchenchor gestaltete den Gottesdienst musikalisch mit.

 

Gedenkmesse zum 178. Geburtstag von P. Franziskus Jordan

P. Piet Cuijpers, Hausoberer des Klosters in Gurtweil: "Die hervorragende Zusammenarbeit mit der örtlichen Gemeinde soll gepflegt und gestärkt werden. Diese Beziehung ist ein wahrer Schatz und ein fruchtbarer Boden für zukünftige gemeinsame Projekte und apostolische Initiativen." (c) ASG

 

Im Anschluss führte eine Prozession vom Taufstein in der Kirche bis zum neuen Kloster. An diesem Taufstein wurde auch Pater Jordan getauft. Hier nahm seine Berufung ihren Anfang. Die Ministrantinnen und Ministranten hatten dafür rund 60 Fußspuren aus Papier vorbereitet. Auf ihnen standen Werte, die sie selbst formuliert hatten. Sie erinnerten daran, dass die Taufgnade Menschen auf ihrem Lebensweg trägt und begleitet.

 

Mit brennenden Lichtern machten sich die Teilnehmenden auf den Weg. So trugen sie symbolisch den Auftrag von der Kirche zum neuen Kloster, das dazu gerufen ist, Licht zu verbreiten. Vor dem Kloster klang der Abend bei einem stimmungsvollen Straßenfest aus, das bis in die dunklen Abendstunden hinein dauerte.

 

Ein Ort des Gebets und der Gastfreundschaft

Mit dem neuen Kloster entsteht in Gurtweil ein Ort des Gebets, der Begegnung und der geistlichen Begleitung. Die Einweihung zeigte eindrucksvoll, wie eng die neue Niederlassung bereits mit der Pfarrgemeinde und den Menschen vor Ort verbunden ist.

 

Zum Abschluss der Geburtstagsfeier gab es ein großes Fest

Vor dem Kloster klang der Abend bei einem stimmungsvollen Straßenfest aus, das bis in die dunklen Abendstunden hinein dauerte. (c) ASG

 

Am Geburtsort des seligen Franziskus Jordan führen die Salvatorianer sein geistliches Erbe weiter: im Vertrauen auf Gott, im Dienst an den Menschen und in der Offenheit für alle, die hier einen Ort der Stärkung, des Glaubens und der Gastfreundschaft suchen.