Kriege, Armut, fehlende Zukunftsperspektiven und Ausbeutung zwingen weltweit viele Menschen zur Flucht. Besonders Frauen und Kinder geraten dabei in die Fänge von Menschenhändlern und erleben Gewalt sowie sexuelle Ausbeutung. SOLWODI Österreich setzt genau hier an. In der Schutzwohnung und Beratungsstelle erhalten betroffene Frauen gemeinsam mit ihren Kindern einen sicheren Ort, umfassende Begleitung und konkrete Unterstützung, um traumatische Erfahrungen zu verarbeiten und Schritt für Schritt ein neues Leben aufzubauen. Der Jahresbericht 2025 macht deutlich, wie wichtig diese Arbeit ist und wie viel durch das Engagement der Salvatorianerinnen, ihrer Mitarbeitenden sowie zahlreicher Ehrenamtlicher erreicht werden kann.
Im vergangenen Jahr nahmen 41 Frauen erstmals Kontakt zu SOLWODI Österreich auf. Elf Frauen konnten in der Schutzwohnung aufgenommen werden. Viele von ihnen waren Opfer sexueller Ausbeutung, einige waren schwanger oder hatten kleine Kinder. Neben einer sicheren Unterkunft erhalten sie Unterstützung bei rechtlichen Fragen, medizinischer Versorgung, Behördenwegen sowie beim Erlernen der deutschen Sprache und der Vorbereitung auf ein selbstständiges Leben. Zehn Frauen konnten die Schutzwohnung 2025 in einer stabileren Lebenssituation wieder verlassen.
Der Jahresbericht dokumentiert zugleich das vielfältige Engagement von SOLWODI Österreich in der Bewusstseinsbildung. Mit Gebets- und Reflexionstagen, Ausstellungen, öffentlichen Aktionen und der Mitarbeit in Netzwerken setzt sich die Initiative dafür ein, Menschenhandel sichtbar zu machen und die Würde der Betroffenen zu schützen. Damit wird deutlich, dass Hilfe für Betroffene und gesellschaftliche Aufklärung untrennbar zusammengehören.