Sr. Dominika Zelent SDS (Mitte) mit zwei Mitarbeiterinnen des Pflegeheims Beit Emmaus in Qubeibeh.
Sr. Dominika Zelent - DVHL / Sr. Dominika Zelent SDS (Mitte) mit zwei Mitarbeiterinnen des Pflegeheims Beit Emmaus in Qubeibeh.

Nach zwei intensiven Jahren im Heiligen Land verlässt die Salvatorianerin Sr. Dominika Zelent am 9. Juli das Alten- und Pflegeheim Beit Emmaus in Qubeibeh. Sie übergibt die Leitung an ihre salvatorianische Mitschwester Sr. Mirjam Göksun SDS und übernimmt nach einer Phase der Neuorientierung in Österreich eine Aufgabe in der sozialen Arbeit.

 

Sr. Mirjam Göksun SDS und Sr. Dominika Zelent SDSZwei Jahre lang stand Sr. Dominika an der Spitze eines Hauses, das mitten in einer der angespanntesten Regionen der Welt liegt. Beit Emmaus, übersetzt „Haus Emmaus“, ist ein Pflegeheim für palästinensische Frauen christlichen und muslimischen Glaubens, gut zwölf Kilometer von Jerusalem entfernt und nur über Checkpoints erreichbar. Die Salvatorianerinnen sind dort seit rund fünfzig Jahren präsent. Im Sommer 2024 hatte Sr. Dominika die Leitung von Sr. Hildegard Enzenhofer übernommen.

 

Es waren keine ruhigen Jahre. Politische Konflikte, Kriege und wirtschaftliche Not prägten den Alltag. Wie schreibt man Zukunft an einem Ort, an dem das Morgen so unsicher ist? Sr. Dominika hat es versucht, und mit Erfolg. Mit der Unterstützung vieler Freundinnen und Freunde von Beit Emmaus konnten in dieser Zeit wichtige und zukunftsweisende Veränderungsprozesse angestoßen und umgesetzt werden. Ihr Ziel sei es gewesen, so schreibt sie zum Abschied, Beit Emmaus zu einem noch besseren, sichereren Lebens- und Arbeitsort und zu einem Ort der Begegnung zu machen.

 

Reich geworden an Begegnungen

 

In ihrem Abschiedsbrief blickt sie dankbar zurück. „Ich bin reich geworden, reich an Erfahrungen und an wertvollen Begegnungen“, schreibt Sr. Dominika. „Diesen Reichtum nehme ich dankbar in meinem Herzen mit.“ Ihren Dank richtet sie an alle, die das Haus in diesen Jahren begleitet und getragen haben, mit Spenden ebenso wie mit Vertrauen und persönlicher Nähe.

 

Für Beit Emmaus geht der Weg weiter. Das Haus bleibt, was es in all den Jahren geworden ist: ein Ort der Hoffnung und der Menschlichkeit. Sr. Dominika bittet zum Abschied darum, diese wertvolle Arbeit auch künftig zu unterstützen. „Ich wünsche Ihnen Gottes reichen Segen und das erdenklich Gute“, schließt sie. In Dankbarkeit und betender Verbundenheit.

 


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