Menschenhandel geschieht vielfach im Verborgenen. Hinter abstrakten Begriffen und Statistiken stehen Menschen, deren Würde und Selbstbestimmung massiv verletzt werden. Genau diese Realität will die Veranstaltung „Tiefe Einblicke in verletzte Menschenwürde“ am Sonntag, 18. Oktober 2026, von 17.00 bis 20.00 Uhr im ORF Landesstudio Oberösterreich in Linz sichtbar machen.
Der Abend findet anlässlich des Europäischen Tages gegen Menschenhandel statt. Seit mehr als zehn Jahren engagiert sich Sr. Maria Schlackl SDS gemeinsam mit ihrem Team „Aktiv gegen Menschenhandel – aktiv für Menschenwürde“ dafür, auf Frauenhandel und Zwangsprostitution aufmerksam zu machen.
Sensibilisierung, Prävention und Bewusstseinsbildung stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie Vorträge, Workshops und die jährlichen Veranstaltungen rund um den 18. Oktober.
Nach einer musikalischen Eröffnung durch das Adalbert Stifter Gymnasium der Diözese Linz und einer Einführung in das Thema folgen drei Vorträge, die unterschiedliche Perspektiven auf Menschenhandel und Prostitution eröffnen.
Der österreichische Theologe, Philosoph und Sozialethiker Univ.-Prof. DDDr. Clemens Sedmak spricht zum Thema „Die Verletzung der Menschenwürde“. Sedmak beschäftigt sich in seiner wissenschaftlichen Arbeit unter anderem mit Ethik, Armut, sozialer Gerechtigkeit und der Frage nach einem guten Leben.
Die Psychologische Psychotherapeutin, Traumatherapeutin und Supervisorin Dr.in Ingeborg Kraus widmet sich anschließend den Themen „Menschenhandel und Prostitution aus psychotraumatologischer Sicht“ sowie „Therapie und Arbeit mit Sexkäufern und die Gesetzesfrage“. Kraus arbeitet in Karlsruhe und engagiert sich insbesondere für Frauenrechte und die Aufarbeitung von Traumata im Zusammenhang mit Prostitution und Menschenhandel. Sie ist Gründerin der Initiative „Trauma und Prostitution“ und publiziert zu Trauma, Prostitution, Sexualpolitik und gesellschaftlicher Gewalt.
Im Anschluss an die Vorträge besteht Gelegenheit, Fragen an die Referierenden zu richten und die angesprochenen Themen gemeinsam zu diskutieren. Bei einem Imbiss und Getränken kann der Abend anschließend ausklingen.
Für Sr. Maria Schlackl SDS und ihr Team ist der Europäische Tag gegen Menschenhandel seit vielen Jahren ein wichtiger Anlass, um einer Realität öffentliche Aufmerksamkeit zu geben, die allzu leicht übersehen wird. Die Arbeitsgruppe setzt auf Information und Bewusstseinsbildung, um für Frauenhandel und Zwangsprostitution zu sensibilisieren und präventiv tätig zu werden.

Die Salvatorianerin Sr. Maria Schlackl im Gespräch mit einer ehemaligen Betroffenen von Menschenhandel. (c) Salvatorianerinnen
Mit Veranstaltungen wie jener am 18. Oktober sollen nicht nur Hintergründe vermittelt werden. Es geht auch darum, genauer hinzusehen, Betroffenen eine Stimme zu geben und die unveräußerliche Würde jedes Menschen ins Bewusstsein zu rücken.
Sonntag, 18. Oktober 2026, 17.00 bis 20.00 Uhr
ORF Landesstudio Oberösterreich
Europaplatz 3, 4021 Linz
Der Eintritt erfolgt gegen freiwillige Spende. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich und bis 12. Oktober 2026 bei der Katholischen Aktion Oberösterreich möglich. Nach Anmeldung kann die Veranstaltung auch via Livestream verfolgt werden.
Für den Zutritt zum ORF Landesstudio ist ein gültiger Lichtbildausweis erforderlich. Aufgrund der Sicherheitskontrollen werden die Besucherinnen und Besucher gebeten, spätestens 30 Minuten vor Beginn vor Ort zu sein.
Anmeldung: kath.aktion@dioezese-linz.at
Information: www.dioezese-linz.at/ka
Kontakt:
Sr. Maria Schlackl SDS & Team
Mobil: 0664 9369 512
E-Mail: linz@solwodi.at
Downloads:
Weiterführende Links:
„Aktiv gegen Menschenhandel – Aktiv für Menschenwürde in OÖ“
Plattform gegen Ausbeutung und Menschenhandel