P. Titus (Josef) Helde wurde am 5. Mai 1905 in Radolfzell am Bodensee geboren und arbeitete zunächst als Bankangestellter, bevor er 1926 in Steinfeld in die salvatorianische Gemeinschaft eintrat. Zwölf Jahre dauerte seine Ausbildung zum Ordenspriester – die Weihe empfing P. Titus am 29. Juni 1938 –, welche ihn über Lochau, Heinzendorf, Passau, Hamberg, Graz, Wien nach Mistelbach führte.
In dieser Zeit hatte sich das politische Klima vollkommen verändert: Die Nationalsozialisten waren in Deutschland an die Macht gekommen (1933) und hatten Österreich annektiert (1938); auf dem ganzen Gebiet der NS-Diktatur kam es infolge zur konsequenten wie strukturellen Unterdrückung des katholischen Klerus.
Aber auch am Ende des Krieges und danach, war Gewalt keine Seltenheit. Im Gegenteil, die vorrückenden russischen Soldaten agierte äußerst brutal und rücksichtslos. So kam es, dass P. Titus sich am 21. April 1945 vor eine Gruppe Frauen stellte, um sie vor Übergriffen zu schützen, und deswegen von einem Rotarmisten erschossen wurde.
Bald nach seiner Beerdigung hörte man bereits die Worte:
„Mit gutem Recht nennen ihn die Gläubigen einen Märtyrer. Es wurde viel um ihn getrauert, viel für ihn gebetet, vielleicht noch mehr zu ihm gebetet.“
Weiterführende Links:
„Pater Titus Helde ist uns ein Wegweiser“
Ohne Wachsamkeit kann man kein zuverlässiger Helfer sein
Die letzten Kriegstage in Mistelbach und das Opfer des P. Titus Helde